Sortiment

17 Baumarten mit Herkunft.

Edellaubhölzer und Nussbaumarten aus regionalen Erntebeständen sowie anerkannten Herkünften — ausgewählt nach Klimaresilienz, genetischer Vielfalt und Eignung für Wald wie Agroforst.

Auswahl

Jede Art in unserem Sortiment hat einen Grund, hier zu sein — sei es ihre regionale Genetik, ihre Trockenheitsverträglichkeit oder ihre Bedeutung für den klimastabilen Wald von morgen.

Unsere Baumarten gliedern sich in sieben Gruppen. Wo immer möglich beernten wir regionale Erntebestände, ergänzt durch anerkannte Herkünfte für Arten, die in Mittelfranken nicht autochthon sind.

Verfügbarkeiten und Stückzahlen variieren je nach Erntejahr. Eine aktuelle Übersicht mit Topfgrößen und Pflanzenhöhen finden Sie auf der Sortiments-Seite.

01

Edellaubhölzer

Wertvolle Laubbäume mit langer Tradition im mitteleuropäischen Wald — heute oft selten geworden, und gerade deshalb wichtig für die Wiederherstellung biologischer Vielfalt.

Sorbus torminalis

Elsbeere

Ortsansässiger Edellaubbaum, der vor allem im Mittelwald zu finden ist. Dient als Nährgehölz für Wildtiere und liefert eines der wertvollsten Hölzer Europas — gehandelt als „Schweizer Birnbaum“.

Sorbus domestica

Speierling

Ein vergessener, aber sehr wertvoller Laubbaum. Verträgt sowohl Trockenheit als auch kurzzeitigen Sauerstoffmangel während der Vegetationszeit. Lichtbedürftig und charaktervoll — eine der seltensten Baumarten Deutschlands.

Fagus orientalis

Orientbuche

Naher Verwandter unserer Rotbuche, jedoch deutlich trockenheits­toleranter und besser an wärmere Klimaperioden angepasst. Eine vielversprechende Baumart für den Wald der Zukunft im Klimawandel.

Castanea sativa

Castanea sativa

Esskastanie

Mediterrane Edellaubart, die mit zunehmender Erwärmung auch in Mitteleuropa wieder häufiger angebaut wird. Liefert nahrhafte Früchte sowie ein dauerhaftes, gerbstoffreiches Holz, das von Natur aus widerstandsfähig ist.

Prunus avium

Prunus avium

Vogelkirsche

Heimische Wildkirsche mit hoher ökologischer Bedeutung — ihre Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen, ihre Früchte für Vögel. Liefert zudem ein wertvolles Edellaubholz mit warmem rötlichen Farbton.

02

Nussbäume

Klimatolerante Tiefwurzler mit hervorragenden Holzeigenschaften und ökologischem Mehrwert — robuste Antwort auf wärmer werdende Standorte.

Juglans regia

Waldwalnuss

Urform unserer „herkömmlichen“ Walnuss. Geradschaftig und mit steilem Kronenaufbau — für den Waldbau hervorragend geeignet. Liefert ein hochwertiges Edellaubholz und ist zugleich wertvolle Mischbaumart.

Juglans nigra

Schwarznuss

Klimatoleranter Laubbaum, verträgt Jahresmittel­temperaturen von 7,5 °C bis über 14,5 °C. Liefert eines der wertvollsten Hölzer weltweit — Tropenholzersatz mit dunkler, fast schwarzer Holzfarbe.

Coryllus colurna

Coryllus colurna

Baumhasel

Bildet im Gegensatz zur Strauch-Hasel einen aufrechten Baum mit bis zu 25 Metern Höhe. Trockenheitstolerant und mit pyramidalem Wuchs — eine zukunftsfähige Mischbaumart für sommerwarme Standorte.

03

Eichen

Tragende Säulen des heimischen Mischwalds — langlebig, charakterstark und mit hohem ökologischem Wert.

Quercus petraea

Traubeneiche

Die wärmeliebendere unserer beiden heimischen Eichen — bevorzugt mittlere bis bessere Böden. Bildet das Rückgrat klimastabiler Mischwälder und liefert eines der wertvollsten heimischen Hölzer.

Quercus robur

Quercus robur

Stieleiche

Robuste Charakterbaumart mit hoher ökologischer Wertigkeit — Lebensraum für hunderte Insektenarten. Verträgt sowohl Staunässe als auch sommerliche Trockenphasen und wird mehrere hundert Jahre alt.

04

Linden

Mischbaumarten mit hoher Bodenpfleglichkeit und ökologischer Bedeutung als späte Bienenweide.

Tilia cordata

Tilia cordata

Winterlinde

Späte Bienenweide mit duftenden Blüten im Hochsommer. Schattenertragend, bodenpfleglich und mit ausgeprägter Wieder­austriebs­fähigkeit — ideal als Mischbaumart und für Niederwald­bewirtschaftung.

Tilia platyphyllos

Tilia platyphyllos

Sommerlinde

Größere Schwester der Winterlinde mit imposanteren Blättern und früherer Blüte. Anspruchsvoll an Boden und Wasserversorgung, aber langlebig und repräsentativ — Bäume mit über 500 Jahren sind keine Seltenheit.

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Ahorn

Vielseitige Mischbaumarten — Feldahorn als trockenheits­toleranter Begleiter, Spitzahorn als kraftvoller Edellaubbaum.

Acer campestre

Feldahorn

Trockenheits­tolerante Mischbaumart der zweiten Baumschicht. Bildet dichte, schnitt­verträgliche Bestände und ist eine wertvolle ökologische Begleitart in Hecken und Mischwäldern. Leuchtendes Herbstlaub von Gelb bis Rot.

Acer platanoides

Acer platanoides

Spitzahorn

Frühblühender Edellaubbaum mit hervorragender Bodenpfleglichkeit. Verträgt Schatten in der Jugend und entwickelt sich zur lichtliebenden Baumart — vielseitig im Mischwald einsetzbar und ein wichtiger Frühblüher für Insekten.

06

Wildobst

Selten gewordene Wildgehölze mit ökologischem Wert für Vögel, Insekten und Wildtiere — Stammformen unserer heutigen Kultursorten.

Pyrus pyraster

Pyrus pyraster

Wildbirne

Eine der seltensten heimischen Baumarten — wertvoll für Wildbienen und Vogelarten. Liefert ein dichtes, dunkles Edelholz, das für feinste Holzarbeiten geschätzt wird. Steht auf der Roten Liste der gefährdeten Baumarten.

Malus sylvestris

Malus sylvestris

Wildapfel

Stammform des Kulturapfels mit hoher genetischer Bedeutung. Wichtige Nährbaumart für Wildtiere und Insekten — robust, charakterstark und ebenfalls auf der Roten Liste der gefährdeten Baumarten geführt.

07

Weitere Arten

Vergessene und besondere Baumarten mit eigenständigem Charakter im Sortiment.

Morus alba

Morus alba

Maulbeere

War vor 80 Jahren weit verbreitet und wurde zur Seidenproduktion gezielt angepflanzt. Trotz wohlschmeckender Beeren und begehrtem Holz heute fast vergessen — verträgt Hitze und Trockenheit ausgezeichnet.

Verfügbarkeit

Aktuelles Sortiment auf einen Blick.

Topfgrößen, Pflanzenhöhen und aktuelle Verfügbarkeiten finden Sie übersichtlich in unserer Sortiments-Tabelle.